Beziehungsunfähigkeit? Untreue vorbeugen mit diesen 6 Tipps - fremdgehen.de

Beziehungsunfähigkeit? Untreue vorbeugen mit diesen 6 Tipps

Eines vorweg: Es gibt kein todsicheres Mittel, mit dem sich Untreue 100 prozentig vermeiden lässt. Jedoch gibt es einige Tipps, die beim Untreue vorbeugen helfen können. Und dank derer du dir gleichzeitig eine Debatte über eine potenzielle Beziehungsunfähigkeit sparst. Untreue ist oft sexuell motiviert und tritt aufgrund von ungewollter Sex-Abstinenz auf. Also macht es Sinn, mit dem Partner regelmäßig Sex zu haben.

Wie stark das Bedürfnis nach Körperlichkeiten ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manch einer ist schon einige Wochen nach dem Wegfall der partnerschaftlichen Sexualität unruhig und stürzt sich in ein neues Abenteuer. Andere kommen lange Zeit ohne Sex aus, ohne fremdzugehen.

Willst du wissen, wie hoch in deiner Beziehung die Wahrscheinlichkeit für Untreue aufgrund von Sex-Abstinenz ist? Dann musst du wissen, wie viel Sex bei euch normal ist. Und vor allem auch, wie viel Sex ihr am Anfang der Beziehung hattet. Bei den meisten Paaren nimmt die Sexquote im Laufe der Beziehung ab. Dennoch kannst du dich anhand dessen dennoch grob orientieren, wie wichtig Sex für eure Beziehung ist. Aus diesem Grund gehen übrigens Männer wie Frauen gleichermaßen fremd.

Trennungsgründe

Beziehungsunfähigkeit

Kennst du es auch? Das Gerücht, dass die Beziehungsunfähigkeit auf Männer- wie auf Frauenseite immer weiter zunimmt und immer weniger Partnerschaften die 5-Jahres-Marke erleben, geschweige denn die 10-Jahres-Grenze oder höhere „Stellen“ toppen? Leider trifft diese Vermutung immer häufiger zu. Wobei man an dieser Stelle darüber diskutieren kann, welche Faktoren in diesem Zusammenhang eine besonders große Rolle spielen. Sind nicht oft doch eher andere Gründer für das Beziehungsaus verantwortlich als der Sex? z.B.

  • die Mobilität im Job
  • der Spagat zwischen Beruf und Familie
  • finanzielle Gegebenheiten
  • die Projektion persönlicher Probleme auf die Beziehung
  • durch romantische Vorstellungen verklärte unrealistische Ansprüche an eine Beziehung
  • Angst vor Ablehnung und Aufstauen negativer Emotionen

Die Liste kann so ewig weitergehen.

Allerdings wäre es fatal, die Wichtigkeit von Sex und von moralischen Vorstellungen in diesem Bereich auf die leichte Schulter zu nehmen.Schließlich zerbrechen nicht wenige Beziehungen daran, dass zwei Partner in erotischer Hinsicht nicht optimal miteinander harmonieren. Die Folge: Sie leben sich deswegen auseinander. Obwohl der Rest der Partnerschaft eigentlich auf einem wirklich guten Fundament stünde. Das Problem ist hier aber auch wieder die stillschweigende Annahme, dass man den einen perfekten Partner finden kann, der einen in allen Lebensbereichen wortlos versteht und einem die Wünsche von den Augen abliest. Das Gegenteil ist der Fall:

Eine Beziehung blüht durch reden und zuhören auf beiden Seiten

Unterschiede im Bett

Was tun wenn die körperlichen Wünsche bei den Moralvorstellungen auf Granit beißen? Ein weitverbreiteter Grundgedanke bei Menschen aller Altersklassen sieht wie folgt aus:

Körperliche Treue = komplette Treue = echte, tiefe, glücklich machende Liebe?“.

Ein erst einmal verständlicher Ansatz, bei dem es schön wäre, wenn es so einfach wäre. Aber wie immer gibt es im Leben nichts geschenkt. So hat auch dieses einfache Patentrezept mehrere Haken. Du kannst deinem Partner durchaus körperlich treu sein, dich aber emotional weit vom anderen entfernen. So lebt ihr mehr nebeneinander her, als wirklich miteinander verbunden zu sein. Kein schöner Gedanke, oder?

Viele Menschen gehen heimlich fremd, um den anderen nicht zu enttäuschen oder zu überfordern. Sie wollen und / oder können aber eben auch nicht bis zum Jüngsten Gericht auf ihre eigenen Bedürfnisse und deren Befriedigung verzichten und verzweifeln an einem unfreiwilligen Spagat. Die Frage, ob eine Beziehungsunfähigkeit vorliegt oder nicht, wird nur an einem einzigen Faktor festgemacht. Ja, zugegeben, Sex ist ein wichtiger Faktor in einer Beziehung – aber eben auch nicht der Einzige.

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Sexuelle Bedürfnisse kommunizieren und Untreue vorbeugen

Der Hauptgrund, warum du vielen Menschen eventuell eine Beziehungsunfähigkeit unterstellt, ist, dass du keine gemeinsame Kommunikationsgrundlage mit ihnen findest. Eine offene und gute Kommunikation ist in jeder Partnerschaft aber das A und O. Ob es nun um Finanzen, den Haushalt, die Arbeit, Zukunftspläne oder Sex geht. Leider sind wir, gerade was Sex anbelangt, aber meist verklemmt oder besser gesagt unsicher und können nicht offen über das Thema sprechen. Besserer Sex in einer festen Partnerschaft ist jedoch das Resultat offener Gespräche über Wünsche und Fantasien – für mehr Aah und Ooh. Und wenn du zu Hause mehr Aahs und Oohs erlebst, funktioniert das Untreue vorbeugen fast im Alleingang. Die ausgebildete Sexologin Ann-Marlene Henning hat in diesem Zusammenhang ein recht schlüssiges Konzept aufgestellt:

Die Grundpfeiler für besseren Sex

  1. besserer Sex ist Gefühlssache
  2. im Kopf locker und offen bleiben hilft ungemein
  3. ein verklemmtes Umfeld fördert verklemmte Personen und
  4. das Brechen aller Mauern macht frei und sexy

Besserer Sex ist Gefühlssache

Ann-Marlene Henning weiß, wie besserer Sex in der Partnerschaft möglich ist. Wenn beide etwas spüren, ist das für die Sexologin guter Sex. Und zwar physisch und psychologisch. Das Zusammentreffen von Penis und Vagina sollte in einem harmonischem Rhythmus geschehen. Ausschließlich schnelle Stöße sind meist für beide kein Gewinn. Abwechslung, Experimentieren und vorallem auf sein Bauchgefühl hören. Gefällt es mir? Gefällt es meinem Gegenüber? Dann bitter gerne mehr davon.

Locker und offen bleiben

Besserer Sex kommt nicht von ungefähr, denn Sex ist nicht nur Sache der Geschlechtsteile, sondern auch des Kopfes. Du musst also locker an das Thema herangehen und sich trauen, über Sex zu sprechen – ob Wünsche, Fantasien oder Vorstellungen. Voraussetzung ist, dass du dich und deinen Körper besser kennen lernst. Das beinhaltet auch Selbstbefriedigung und die Beschäftigung mit dem Thema. Wer verklemmt und nicht bereit ist, offen mit dem Partner über Sex zu sprechen, wird keinen guten Sex haben.

Warum sind wir so verklemmt?

Laut Ann-Marlene Henning hat die Verklemmtheit mit unserem Umfeld und unserer Erziehung zu tun. Nicht nur zahlreiche Religionen sehen Sex als Tabu an, sondern auch Eltern, Freunde und Schule gehen nicht offen mit dem Thema um. Über Sex wird gekichert und hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Selbst heute noch muss der nackte Körper in der Öffentlichkeit zensiert werden. Dabei sind der nackte Körper und der Sexualtrieb etwas völlig normales in der menschlichen Natur. Der Mensch hat eben gerne Sex – und das am liebsten rund um die Uhr.

Verklemmtheit ist eigentlich kein gutes Wort, denn des hört sich wie ein Vorwurf an. Richtiger wäre es zusagen, dass viele Menschen unter Unsicherheiten leiden, gerade wenn es um ihre Sexualität geht. Wird mein Partner mich noch mögen, wenn ich zugeben, dass ich dies oder jenes gerne probieren möchte? Ist es normal, dass ich dies oder jenes mag oder nicht mag? Soll ich nicht mehr so sein wie xyz auf diesem Pornostreifen? All diese Unsicherheiten trägt jeder in unterschiedlichen Ausprägungen mit sich herum. Offenheit birgt natürlich das Risiko der Ablehnung was uns allen Angst macht, aber sie birgt auch eine noch viel größere Chance.

Wer sich erstmal im Klaren darüber ist wie wichtig es ist, dass der Partner einem offen und ohne Ablehnung oder Verurteilung zuhört, der wird es dies seinem Partner auch eher entgegenbringen können.

Das Brechen aller Mauern

Du bist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Sex kein offenes Thema ist? Dennoch sehnst du dich in der Partnerschaft nach besserem Sex? Dann musst du dich ganz neu erfinden. Das beinhaltet Übungen vor dem Spiegel und das Auseinandersetzen mit Sex. Wenn du dich mit deinem Partner über Sex unterhältst, solltest du keine Angst vor dem Gespräch haben und alle Hemmungen fallen lassen können. Unsicherheit ist verständlich denn wo präsentiert man sich so nackt und ungeschützt wie beim Sex? Da ist die Angst vor Ablehnung groß. Aber nur, wenn du sie überwindest, kannst du auch Akzeptanz, Verständnis, Loslassen und damit auch tollen Sex erleben.

Wer jetzt glaubt, dass nur weil alles ungehemmt ausgesprochen wurde, jetzt auch alles so klappt ist auf dem Holzweg. Neben der Offenheit ist auch der Wille Kompromisse zu finden und die Bedürfnisse des anderen zu beachten absolut ausschlaggebend. Hier kommt eine weitere Tugend zum Tragen: die Geduld. Nach und nach kann man sich einem Thema annähern, das einem wichtig ist ohne den Partner dabei abzuhängen.

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Tipps für eine intime Beziehung (nicht nur im Bett)

Zugegeben, das waren schon eine ganze Menge Ansätze, wie du einem potentiellen Seitensprung vorbeugen kannst. Das mögliche Fremdgehen eines Partners beruht aber nicht nur auf einer am Boden liegenden Liebesleben. Meist fühlt sich einer der beiden zudem in irgendeiner Weise ignoriert oder als Mensch gefühlsmäßig zu wenig wertgeschätzt. Was du dann tun kannst, erfährst du in den folgenden 6 Tipps contra die Beziehungsunfähigkeit.

  1. Viel miteinander reden

    Das Geheimnis einer langen Beziehung sind unter anderem Gespräche. Versucht täglich miteinander zu reden und euch gegenseitig auszutauschen. Auf diese Art kannst du ebenfalls Untreue vorbeugen, denn durch die Gespräche wächst auch eure Vertrautheit zueinander. Ihr werdet zu Gefährten. Und Gefährten betrügen einander nicht oder nur höchst selten.

  2. Miteinander etwas unternehmen

    Versuche, Abwechslung in den Alltag zu bringen und immer wieder gemeinsam etwas mit deinem oder deiner Liebsten zu unternehmen. Das hilft dabei, den Partner mit anderen Augen zu sehen. Wenn ein Paar im Urlaub zum Beispiel gemeinsame Erlebnisse teilt, schweißt das zusammen. Gemeinsame Unternehmungen verknüpft mit einem positiven Grundgefühl, stärken die Paarbindung.

  3. Freiräume geben – Freiräume in Anspruch nehmen

    Es ist wichtig, dass ihr nicht 24/7 zusammen hockt. Dann habt ihr euch nämlich nichts mehr zu erzählen. Trotz der Beziehung bleiben du und dein Partner immer noch eigenständige Menschen und auch Einzelpersonen. Die logischerweise eigenen Interessen und Hobbys nachgehen wollen. Ihr müsst nicht immer alles gemeinsam machen. Genieße die Zeit, die du allein für dich hast, dann kannst du die Zeit mit deinem Partner auch viel mehr genießen.

  4. Den Partner aktiv wertschätzen

    Den Partner zur richtigen Zeit loben und allgemein wertschätzen spielt eine große Rolle in einer guten Beziehung und hilft beim Untreue vermeiden. Betrachte deinen Partner nicht als selbstverständlich, sondern erfreue dich an ihm und mach ihm klar, wie viel er dir bedeutet.

  5. Ehrlichkeit lässt der Beziehungsunfähigkeit keine Chance

    Du möchtest mit deinem Partner zusammenleben. Deshalb solltest du keine Spielchen mit ihm spielen. Ehrlichkeit ist ein ganz wichtiger Vertrauensbeweis und sollte Selbstverständlich in einer guten Beziehung sein. Du musst einfach in der Lage sein, mit ihm über alles zu reden. Wenn du über wichtige Dinge, die dich wirklich beschäftigen und belasten nicht mit ihm reden kannst, ist das kein gutes Zeichen. Falls du zum Beispiel eine sexuelle Fantasie hast, die du ausleben möchtest, solltest du auch darüber mit deinem Partner reden. Manchen Menschen ist das peinlich oder sie denken, dass der Partner diese Fantasie als pervers oder abnormal empfinden könnte. Genauso könnte es aber auch sein, das dein Partner ganz ähnliche Fantasien hat. Du wirst es nicht erfahren, wenn du nicht mit ihm über deine Wünsche und Bedürfnisse redest. Allerdings muss man sich auch im klaren darüber sein, wann Ehrlichkeit einfach nur verletzend ist und der Beziehung gar nichts bringt. Sieht man z.B. jemanden der eine deutlich bessere Figur hat als der Partner mag das zwar ehrlich sein, aber man behält diesen Gedanken lieber für sich, denn den anderen zu verletzen bringt einen auch nicht weiter.

 

Abschließend lässt sich sagen: Aufrichtiges Investment von beiden Seiten in eine glückliche und gesunde Beziehung ist der beste Schutz für die Beziehung.

Modelbilder von Raykin Dmitriy, supplier1 und supplier89034 via Colourbox.com