Beziehungsstress

Das hilft bei Beziehungsstress

Beziehungsstress gehört zu den unbeliebten Aspekten, denen alle Paare möglichst lange aus dem Weg gehen wollen. Dabei handelt es sich um ein ehrenhaftes Vorhaben – das allerdings fast immer zum Scheitern verurteilt ist.
Schließlich ist nahezu niemand in der Lage, jahre- oder sogar jahrzehntelang nicht einmal angenervt oder anderer Meinung zu sein.

Was sind die häufigsten Auslöser von Beziehungsstress?

Die Gründe für Zoff in einer Partnerschaft sind oft vielfältigster Natur und schaukeln sich häufig gegenseitig hoch.

Unliebsame Alltagsgewohnheiten

stehen dabei besonders oft im Kurs. Während der andere gefühlt am Beziehungsstart noch ein charmant-liebenswerter Chaot war, ist nach einiger Zeit Schluss mit lustig. Und das Chaos steht einem bis sonst wohin.

Probleme dieser Art lassen sich am besten mit Ehrlichkeit und Geduld lösen. Wie bei einem kleinen Kind macht es keinen Sinn, jemanden innerhalb von drei Tagen umstellen zu wollen.
Ein Beispiel: Wer seinem Partner drei Jahre lang hinterher räumt, darf nicht innerhalb von zwei Wochen auf eine einsichtige Aufräumbegeisterung spekulieren.
Aber mit Zeit, Muße und der Erkenntnis, was dem anderen warum wirklich wichtig ist, kommt Bewegung in die Sache.

Unterschiedliche Lebensvorstellungen

stellen sich ebenfalls oft erst im Laufe der Zeit als schwerwiegende Belastung für eine Beziehung heraus. Sie können eine Partnerschaft ernsthaft gefährden, wenn niemand zu Kompromissen bereit ist.

Allerdings wird vieles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Abgesehen davon, dass es bei manchen Dingen eher um das „Wann“ als um das „Ob überhaupt“ geht.
Auch hierbei sind Kommunikation in der Beziehung, Zeit, Muße und Geduld essenzielle Wegbegleiter beim Kampf gegen den Beziehungsstress.

Sexuelle Unstimmigkeiten

runden die Top Drei der Gründe für Zoff in der Beziehung ab. Diese Ursachen drücken sich in einer Vielzahl von unterschiedlichen Erscheinungsformen aus. Sie lassen sich daher nur seltenst mit einem einzigen Patentrezept beheben.

Ihre Bandbreite reicht von einer grundsätzlichen Schieflage bis hin zu einem akuten Frustmoment. Doch beide Situationen können eine Partnerschaft unter Umständen enorm belasten.
In vielen Fällen ist einer der Hauptstreitpunkte das (potenzielle) Fremdgehen eines oder sogar beider Partner.

Warum ist das so?

Niemand möchte gerne betrogen und damit vor vollendete Tatsachen gestellt werden. In dieser Hinsicht ähneln sich Männer und Frauen sehr weitgehend.
Fremdgehen vermittelt dem betrogenen Partner (in-) direkt, dass er in einer bestimmten sexuellen Hinsicht nicht gut genug gewesen sei – oder immer noch ist.

Das muss nicht zwangsweise die Realität sein: Viele Fremdgänger sind in ihren Beziehungen nicht einmal emotional oder sexuell unglücklich. Sie genießen oft nur den Kick des Neuen, die Lust auf fremde Haut und die ‚verbotene‘ Situation. Ohne die Liebe zu ihrem Partner tiefer greifend infrage zu stellen.
Allerdings ist das nicht unbedingt die Information, die beim Partner tatsächlich ankommt: Dieser ist eher gefrustet, weil sich der andere nicht an Absprachen gehalten und einen beziehungsinternen Faktor ohne die kleinste Andeutung für Dritte freigegeben hat.

Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich an?

Bei grundsätzlichen sexuellen Unterschieden

hilft Kommunikation. Aufrichtiges Miteinander-Reden und gegenseitiges Zuhören und Respektieren – bevor das Kind in den Brunnen fällt.
Dass in einer Beziehung eine 100%-ige sexuelle Übereinstimmung für eine harmonische Beziehung existieren muss, ist ein waschechter Mythos. Eine Beziehung findet zwar auch, aber eben nicht nur im Bett statt.
Von daher ist es ganz normal, dass nicht jeder Wunsch auf Gegenliebe stößt.Wichtig ist nur, dass potenzielle Must-Haves klar benannt und alternative Erfüllungswege geklärt werden können.
Wer seinem Partner einen gewissen Freiraum und andere Sexkontakte zugesteht, läuft viel weniger Gefahr, ihn ins unbesprochene und unfreiwillige Fremdgehen zu treiben.
Zwar liegt die Verantwortung letztlich vor allem bei demjenigen, der den aktiven Schritt beim Fremdgehen macht. Allerdings trägt auch der andere durch sein Verhalten dazu bei.

Bei einem bereits passierten Ausrutscher

hängt der Lösungsansatz sehr von der Tragweite des Fremdgehens ab. Ein ONS ist eben etwas anderes als eine monatelange Affäre.
Hier muss jedes Paar für sich entscheiden, ob ‚nur‘ Sex oder auch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Und wie hoch es die einzelnen Aspekte gewichtet.
Von einer Auflösung der Beziehung bis hin zu einer Öffnung und Vertiefung ist grundsätzlich alles drin. Nur: Ohne Reden und Zuhören geht auch an dieser Stelle bei der Lösung vom Beziehungsstress nichts 😉 …

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