Schuld am Fremdgehen - Hat ein Single (Mit-)Schuld - fremdgehen.de

Schuld am Fremdgehen? Hat ein Single (Mit-)Schuld?

Zum Fremdgehen gehören immer mindestens zwei, so weit so gut. Aber ist ein Single wirklich Schuld am Fremdgehen seines vergebenen Gegenübers? Wenn dieses aktiv erkennen lässt, dass es darin kein Problem sieht? Und welche Rolle spielen die (unwissenden) Partner im Hintergrund?

Wer will die Schuld am Fremdgehen tragen? Keiner!

Tatsächlich ist es wie bei vielen anderen Dingen im Leben: Kaum jemand sagt zu einem Stück wirklich leckerer Torte nein. Aber die Kalorien dürfen gerne draußen bleiben.
Auch in erotischer Hinsicht suchen viele den heißen Nervenkitzel mit einer anderen Person. Inklusive des anschließenden Versuchs, sich selbst so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen.

„Ich kann doch nichts dafür, wenn die / der andere mitmacht. Da ist doch jeder für sich selbst verantwortlich“, ist an dieser Stelle ein gerne zitiertes Argument.
Gefolgt von „Ich war nicht mehr Herr(in) meiner Sinne und wusste nicht mehr, was ich tat.“

Nette Versuche, um sich aus der Verantwortung heraus zumogeln. Wobei das Verzeihen des Seitensprungs dadurch für den betrogenen Partner nicht leichter wird. Denn ein Betrug des Partners bleibt ein Betrug des Partners – egal wie man es dreht und wendet. Dass die meisten Menschen ihren Partner nicht verletzen wollen, liegt auf der Hand. Trotzdem führt ein solches Verhalten oft dazu, dass die Beziehung ins Schwanken gerät.
Und dabei ist es nicht einmal unbedingt der Sex mit einer anderen Person, der für den Stich ins Herz verantwortlich ist.
Es ist die Tatsache des über-den-anderen-hinweg-Entscheidens, des nicht-offen-miteinander-Redens, sowie des Abstreitens, dass man in irgendeiner Art dafür verantwortlich ist.

Gerade Singles ziehen in dieser Hinsicht häufiger den Schwarzen Peter und werden von vergebenen Fremdgänger(innen) gerne als Schuldige ausgemacht. Zu Unrecht? Jein.

Zum Fremdgehen gehören immer zwei… oder drei… oder vier

Zugegeben, dieser Spruch ist nahezu so alt wie die Menschheit. Allerdings trifft er in diesem Bereich durchaus zu. Es sei denn, einer der Beteiligten ist einem K.O.-Tropfen-Angriff oder etwas vergleichbarem zum Opfer gefallen. Wobei man in diesem Fall keinesfalls von verführt werden sprechen darf!

Zurück zum Thema: Für einen Seitensprung braucht es mindestens einen vergebenen Part. Zuweilen finden sich auch zwei „Einzelteile“ von zwei Paaren zusammen. Nichtsdestotrotz ist die Kombination Single und vergebene Person recht häufig.

Woran liegt das?

Auf freier Wildbahn, beispielsweise in Clubs oder Bars, finden sich eher Single-Männer. Single-Frauen bzw. Frauen die alleine unterwegs sind in der Regel seltener, aber auch schon einmal ganz gerne unterwegs. So wäre eine Kombination Single-Frau-fischt-Single-Mann recht naheliegend.
De facto haben Single-Männer bei Single-Frauen jedoch nicht unbedingt die besten Chancen.

Ein vergebener Mann – der ist es, der nicht wenige Single-Frauen anlockt. Dabei spielt die Tatsache, dass er bereits in festen Händen ist, eine spannende Rolle:

  • Einerseits muss sich die Solistin keine riesigen Sorgen machen, dass ihre Bettbekanntschaft zum Stalker wird, der keinen anderen Lebensinhalt außer ihr mehr kennt.
  • Andererseits bleibt ihr der süße Eindruck, einen Mann auf Abwege gebracht zu haben, der es wirklich wert ist.

Was hat es mit dem „Wert“ eines vergebenen Mannes auf sich?

Allein der Umstand, dass ein Mann bereits in festen Händen ist, bringt die Fantasie mancher Frauen auf Hochtouren: Wenn er eine Partnerin hat, muss er ja zumindest theoretisch begehrenswert sein. Sonst würde sich keine andere Frau auf ihn einlassen.

Dazu kommt, dass dieser hohe Anspruch sehr wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruht. Sprich, wenn er nur Frauen attraktiv findet, die ihm noch mehr bieten als die tolle Lady an seiner Seite? Dann muss jede Frau, die ihn dennoch ins Bett bekommt, eine echte Sexgranate sein. Kann es etwas Besseres für das eigene Ego geben?

Wie sieht es diesbezüglich auf der Männerseite aus?

Ob eine Frau vergeben ist oder nicht, ist auf Männerseite hingegen oft nicht so relevant. Zwar gibt es auch einige Männer, die ein Faible für vergebene Frauen haben. Dennoch erfragen die den Beziehungsstatus der Frau nicht unbedingt oder machen sich darüber nicht so viele Gedanken. „Wenn die Frau mich will, ist doch alles in Butter“ – so lässt sich die Hauptansicht zusammenfassen. Die Schuld am Fremdgehen anderer bei sich zu suchen, ist also keine ‘Männerstärke’.

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Wer ist eher Schuld am Fremdgehen – Liierte oder Singles?

So ganz lässt sich das nicht auseinanderbringen. Kein Wunder, denn jeder trägt seinen Teil zu der Gesamtsituation bei des Betrugs bei.
Insofern bringt es wenig, wenn sich der „Einzelteil“ einer Partnerschaft auf den bösen, bösen Menschen von außen beruft. Dass dieser aber gleichzeitig all seine Verantwortung am Betrug einer unbeteiligten Person von sich weist, sollte auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein.

Schließlich sollte sich jeder einmal an die eigene Nase fassen und sich überlegen, was wäre, wenn er der betrogene Partner wäre. Sicherlich fände es kaum jemand ansprechend, wenn andere über seine erotischen Wüsche und Vorstellungen ungefragt hinweg gehen.
Natürlich ist niemand das Eigentum seines Partners. Nichtsdestotrotz sollte jeder das Recht haben, zu wissen, was Sache ist. Inklusive dem Recht, nicht alles hinterher durch Zufall zu erfahren und auf Menschen zu treffen, die sich vor der Verantwortung für ihr Tun drücken.

Alleinstehende stehen daher genauso wie Menschen in einer Partnerschaft in der Pflicht, sich bei einem Seitensprung nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. Den prickelnden Moment zu genießen und sich anschließend vom Acker zu machen. Ohne Rücksicht auf den, der den zerbröselnden Kuchen nun wieder neu zusammensetzen muss.

Singles haben daher durchaus eine gewisse (Mit-) Schuld am Fremdgehen

Sie mag vielleicht auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sein, wie die desjenigen, der seinen Partner betrügt. Weil ein Single eben keinen Partner hat, den er betrügen könnte.
Dennoch sind Solisten nicht allein auf der Welt; und genau wie alle anderen Menschen auch, wünschen sie sich eine Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse.
Insofern dürfte es für sie selbstverständlich sein, dass auch Personen in festen Partnerschaften nicht ohne Weiteres vor vollendete Tatsachen gestellt werden wollen.

By the way: Wirft wirklich jeder Sex mit Vergebenen die Frage nach der Schuld am Fremdgehen auf?

Nein, denn nicht alle Leute in bestehenden Partnerschaften sind Fremdgänger! In vielen Erotik-Communitys, vor allem aber bei Poppen.de, sind viele Frauen und Männer unterwegs, die in offenen Partnerschaften leben.
Was bedeutet, dass nicht hinter jeder liierten Person ein heimlich betrogener Mensch sitzen muss. Ganz im Gegenteil: Viele Paare gönnen sich den Kick, sich nicht nur auf das eigene Schlafzimmer zu beschränken.
Stattdessen erlauben sie sich den Genuss von weitergehenden Sexabenteuern – ohne, dass das gegenseitige Vertrauen darunter leidet.

Wenn du als Single also Lust auf einen liierten Menschen haben solltest, findest du hier bestimmt das richtige Gegenüber. Und kannst sichergehen, dass du bei deinem Date sehr wahrscheinlich nur mit dem Spaß und nicht mit dem ganzen Frust zu rechnen brauchst.
Logisch, denn wo kein Betrug stattgefunden hat, braucht im Zweifelsfall niemand nach der Schuld am Fremdgehen zu suchen!

Warum ist es sowieso cleverer, auf einem Erotik-Portal nach einem geeigneten Sexpartner zu suchen?

Ganz egal, ob du ein besonderes Faible für Vergebene hast oder nicht: In einer Sex-Community kannst du vergleichsweise sicher sein, dass dein Gegenüber auch auf der Suche nach einem heißen Date ist.
Dadurch ist zwar noch nicht per se geklärt, ob ihr beziehungsweise sein Schatz tatsächlich im Bilde ist. Aber es ist in aller Regel nicht so, dass der andere spontan in dein Bett rutscht und sich hinterher benutzt fühlt.

Denn wer auf einem Sexportal aktiv ist, weiß recht genau, was er tut. Und hat zumindest einen Moment mehr Zeit, sein Handeln gedanklich gegenzuchecken als der, der grade in der Bar einen zu viel gebechert hat.
Tatsächlich kommt es häufiger vor als du denkst, dass deine Eroberung in freier Wildbahn spontaner reagiert als beim Verabreden eines Dates über eine Erotik-Community.

Die Konsequenz daraus: Die Schuld am Fremdgehen bleibt in der Familie

Wie bereits weiter oben beschrieben, versuchen die meisten Menschen, die Schuld am Fremdgehen und am Betrug auf äußere Umstände abzuschieben. Das ist zwar nicht gentleman- oder ladylike, aber durchaus verständlich.
Dass diese Haltung nicht gerade für ein erwachsenes und verantwortungsvolles Verhalten steht, dürfte auf der Hand liegen.

Sie ist aber für eine Aufarbeitung und eine erfolgreiche Neu-Sortierung der Beziehung zwischen Fremdgänger(in) und dem betroffenen Part von größter Wichtigkeit.
Viele Paare gehen gestärkt aus einer solchen Krise hervor, wenn sie feststellen, dass ihr(e) Liebste(r) bereit ist, für Fehler geradezustehen und das eigene Handeln kritisch zu überdenken.
Manchmal braucht es sogar erst ein entsprechendes „Erweckungserlebnis“, damit manche Dinge auf den Tisch kommen.

Was genau daraus wird, ist nicht in den meisten Fällen nicht im Voraus klar vorherzusehen. Daher solltest du das Fremdgehen mit einer liierten Person in puncto Verantwortung insgesamt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber es ist gleichzeitig nicht gesagt, dass hundertprozentig der Worst Case eintritt. Es bleibt also immer ein gewisses Risiko und ein Spiel mit dem Feuer.

Quelle: Jetzt.de

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