10 ehrliche Gründe für´s Fremdgehen - Gibt´s sowas überhaupt? - fremdgehen.de

10 überraschend ehrliche Gründe für’s Fremdgehen

Das Hintergehen des Partners in der Partnerschaft gilt als sehr gefährlich für den Fortbestand der Beziehung. Gleiches trifft auf das Brechen von Absprachen zu, Wenn es aber beide Partner wünschen?
Dann kann eine Affäre – oder der Wunsch – danach durchaus zu einer Stärkung der Partnerschaft führen. Welche 10 ehrlichen Gründe für’s Fremdgehen spielen eine besondere Rolle beim Seitensprung? Und was sind die wichtigsten Erklärungen, warum Menschen Affären haben?

Häufige Grundlage für das Fremdgehen: Das Zwei-Welten-Prinzip

Das „Zwei-Welten-Prinzip“ besagt, dass zwei Menschen in einer Partnerschaft trotz der Harmonie und der Liebe zueinander meistens in zwei unterschiedlichen Welten leben. Diese Realitäten überschneiden sich meistens in den partnerschaftlichen Bereichen. Sie können aber selbst hier auf Grund der unterschiedlichen Bedürfnisse divergieren. Der weitaus größere Aspekt der eigenen Welt bleibt dir für dich selbst erhalten – das sind deine Wünsche und Träume. Darin kann auch ein Grund fürs Fremdgehen gesehen werden.

Beim Seitensprung wird ein Teil deiner Welt direkt angesprochen, der in der Partnerschaft auf der Strecke geblieben ist. Es sind Bedürfnisse, die der feste Partner nicht befriedigt, weil er entweder abwesend ist oder nicht interessiert scheint. Dies führt direkt in die Arme eines anderen, dem du deine Welt bereitwillig öffnest, um genau diese Löcher zu schließen.

Dieser Prozess passiert in den seltensten Fällen bewusst. Meistens ist es etwas Unbestimmtes, das Menschen zum Fremdgehen verleitet. Es kann eine verlockende Gelegenheit sein oder ein enthemmendes Gläschen Wein zu viel. Der Wunsch neues auszuprobieren, deine Welt zu erweitern und die eigenen Grenzen auszutesten treiben Menschen an, die trotz einer bestehenden festen Partnerschaft mit einem anderen ins Bett gehen.
An diesem Punkt wird man sich der eigenen Wünsche bewusst – all jener Träume, die man vor dem Partner aus Scham oder anderen Gründen nicht aussprechen kann. Man lernt sich selbst besser kennen und sieht deutlich, was eigentlich fehlt. Wie du in den folgenden Gründen für’s Fremdgehen auch sehen wirst …

Gründe für’s Fremdgehen Teil 1: Der Erfolgsrausch

“Wenn du allein bist, interessiert sich keine(r) für dich”, berichten einige Fremdgeher. Sobald der Mann oder die Frau in festen Händen ist, ist er oder sie schnell auch für andere Personen attraktiv. Die Versuchung ist da, die Chancen zu testen. Oft wird aus dem Spiel Ernst.

Manchmal ist auch ein schwaches Selbstwertgefühl der Auslöser dafür, wieso Menschen Affären haben. Wenn dies der wichtigste Grund ist, dann verliebt sich der fremdgehende Partner in das gute Gefühl, das ihm die Stärkung seines Selbstwertgefühls vermittelt.
Auch hier ist es also nicht die Affäre als Person, sondern die Liebe gilt dem gestiegenen Selbstwertgefühl. Dieses wiederum macht andere Bereiche des Lebens erträglicher. Ein Mensch mit einem guten Selbstwertgefühl kann sich durchsetzen, ist selbstsicher und in der Lage, seinen Alltag in vollen Zügen zu genießen.

Gründe für’s Fremdgehen Teil 2: Der Reiz des Tabubruchs

Einige Leute beschreiben, dass der Widerstand gegen die Versuchung des Fremdgehens sehr viel leichter fällt, wenn man sie für sich selbst nicht mit einem Tabu belegt. Der Reiz fremder Haut hat sehr viel mit der Hemmung zu tun, diese zu berühren. Die Hemmschwelle liegt umso höher, je sicherer man sein kann, mit dem Seitensprung seine Partnerschaft zu riskieren.

Einige Leute beschreiben, dass der Widerstand gegen die Versuchung des Fremdgehens sehr viel leichter fällt, wenn man sie für sich selbst nicht mit einem Tabu belegt. Der Reiz fremder Haut hat sehr viel mit der Hemmung zu tun, diese zu berühren. Die Hemmschwelle liegt umso höher, je sicherer man sein kann, mit dem Seitensprung seine Partnerschaft zu riskieren.

Kurz gesagt: Offene Beziehungen, in denen sich die „Liebespartner“ einen Blick über den Tellerrand und möglicherweise sogar einen Seitensprung gönnen, ist klassisches Fremdgehen deutlich seltener anzutreffen.
Was nicht bedeutet, dass es gar nicht vorkommt, weil die verbotensten Früchte eben doch häufig am besten schmecken.

Aber insgesamt sind Verletzungen des Partners durch einen sexuellen Betrug deutlich seltener. Hinzu kommt, dass viele potenzielle Fremdgeher gar nicht mehr so scharf auf‘s klassische Fremdgehen sind, wenn es

  • a) offensichtlich ist und
  • b) weitgehend toleriert wird.

In solchen Fällen fehlt also manchen Menschen schon wieder der Kick der Grenzüberschreitung.

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Gründe für’s Fremdgehen Teil 3: Die Gewohnheit

Der langjährige Partner verliert an Reiz, weil man ihn ständig sieht und durch die große räumliche Nähe unempfänglich für ihn wird. Alltag ist ein Romantik-Killer. Zugleich haben viele Menschen aber die Sehnsucht nach ein wenig Würze und Romantik in ihrem Leben. Ein Seitensprung scheint der Ausweg zu sein.

Dabei muss ein Seitensprung nicht zwangsweise den erotischen Kracher vor dem Herren darstellen. Viele Fremdgänger erwarten bei ihrem Abenteuer außer Haus nicht unbedingt die sexuelle Erleuchtung schlechthin.
Stattdessen reicht es häufig schon aus, ganz bewusst als begehrendwertes Indidivuum wahrgenommen zu werden. Als die Person, die jetzt gerade im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht und der man gerne Lust bereitet. Oder sie von ihr empfängt.

Außergewöhnlichere Spielarten, beispielsweise Richtung Fetisch oder BDSM, können beim Seitensprung dennoch von Belang sein. Gut möglich, dass der 0815 -Sex zu Hause einfach nicht mehr so richtig flenst. Wenn zusätzlich eine andere Spielart so an Reiz dazugewinnt, dass sie unbedingt ausprobiert werden muss, steigt die Seitensprunggefahr weiter an. Dazu aber unter Punkt 7 mehr.

Gründe für’s Fremdgehen Teil 4: Allein zu zweit

Viele Paare leben sich auseinander und finden keinen Zugang mehr zum anderen. Wenn einer der Partner bei einem Dritten Verständnis findet, ist das Fremdgehen vorprogrammiert.
Häufig bricht derjenige Partner aus, der am meisten unter der Situation leidet. Der andere Partner wird durch das Fremdgehen nicht selten “wachgerüttelt” und beginnt, um die Partnerschaft zu kämpfen.

Selbstverständlich gibt es keine Garantie dafür, dass das Fremdgehen den in dieser Hinsicht gewünschten Effekt hat. Manch ein betrogener Partner ist nicht in der Lage, den Vertrauensbruch zu überwinden und trennt sich lieber.
Es ist also keine Seltenheit, dass er es nicht schafft, über seinen Schatten zu springen. Geschweige denn, der Situation mit Ruhe und einem konstruktiven Verhalten zu begegnen.

Allerdings hat es auch der „Seitenspringer“ in seinen Händen, abgesehen vom Fremdgehen einen Schritt auf seinen Partner zuzugehen. Unter anderem dadurch, dass er bei einem anhaltenden Partnerschaftswunsch beweist, dass er des Restvertrauens würdig ist und selbst hilfreiche, unegoistische Ideen zur Verbesserung der Paarsituation hat.

Gründe für’s Fremdgehen Teil 5: Mangelnde Ernsthaftigkeit

Bei chronischen Fremdgehern spielt manchmal Gleichgültigkeit gegenüber dem Partner eine Rolle. Oft ist sie gepaart mit narzisstischen Zügen. Solchen Personen ist es egal, ob sie erwischt werden. Die Möglichkeit des Erwischtwerdens gibt ihnen sogar noch einen zusätzlichen Kick.

Bei dieser Haltung handelt es sich in der Tat um ein ernstzunehmendes Problem für eine bestehende Partnerschaft: In diesem Fall hat der betrogene Part kaum Chancen darauf, dass der Fremdgänger seine Gefühle und Bedürfnisse versteht.
Gleichzeitig ist es unwahrscheinlich, dass dieser einsieht, der Partnerschaft damit einen Bärendienst erwiesen zu haben. Steht sie auf seiner Wichtigkeitsskala doch sowieso nicht besonders weit oben…

Ein klärendes Gespräch stellt unter Umständen einen ersten Schritt zur Besserung dar. Sollte dem Fremdgänger jedoch jegliche Einsicht fehlen, helfen manchmal nur noch trennende Taten statt Worte.

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Gründe für’s Fremdgehen Teil 6: Mangelnde Erfahrung

Paare, die ohne oder mit nur wenig sexueller Erfahrung in eine Partnerschaft gegangen sind, können einen Nachholbedarf verspüren. Das gilt besonders dann, wenn die Beziehung eher freundschaftlich geprägt ist. Auch Druck von außen kann eine Rolle spielen.

Insbesondere Männer reagieren empfindlich darauf, wenn sie von außen mit einer angeblich zu geringen Erfahrung konfrontiert werden. Im Gegensatz zu Frauen, die sich durch diese Situation eher in etwas „reinquatschen“ lassen, dabei aber eher unglücklich sind.
Männer hingegen werten solche Aussagen tendenziell eher als Herausforderung und Ansporn auf ihren Entdeckergeist – die Abenteuerlust ist also geweckt.

Zudem kommt vielen unerfahreren Paaren oft gar nicht der Gedanke, dass sie ihren Schatz auf manche Dinge ansprechen könnten. Vielleicht schaut er einfach nicht so aus, oder man schämt sich möglicherweise für eine Idee.
Auf alle Fälle erscheinen Außenstehende manchen potenziellen Fremdgängern als der entspanntere „Sparringspartner“ und sind somit verlockender.

Gründe für’s Fremdgehen Teil 7: Ausgefallene Vorlieben

Einer der Partner kann oder will mit der sexuellen Experimentierfreude des anderen nicht mithalten. Vielleicht möchte er “mit so etwas” nicht behelligt werden und ermuntert seinen Lebensgefährten sogar zum Fremdgehen.

Vor allem in Fetisch- oder BDSM-Bereichen, aber auch in Swingerkreisen kommen solche Koppelungen häufiger vor. Teilweise macht es hier sogar großen Sinn, sich im Zweifelsfall als Paar zu halbieren:

  • Der Part, der auf Entdeckungsreise gehen möchte, kann dies deutlich unbefangener und mit besserem Gefühl tun.
  • Und der Partner, der das bisherige Leben schätzt und genießt, muss sich keine Gedanken machen, dass er mit ungewünschten Fantasien bedrängt wird.

Wie in vielen anderen Fällen auch, ist hier jedoch eine „geregeltes Fremdgehen“ oft der bessere Deal im Vergleich zum heimlichen Seitensprung. Es liegt an jedem Paar selbst, inwieweit es diese kommunikative Herausforderung bewältigen kann.
Die offene, konstruktive Lösung ist allerdings meist befriedigender als eine heimliche Schattentat.

Gründe für’s Fremdgehen Teil 8: Späte Neigung zum gleichen Geschlecht

Manche Menschen entdecken erst im Laufe einer Beziehung, dass sie sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Sie stehen dann vor dem Dilemma, ihre Beziehung gefährden oder einen Teil von sich unterdrücken zu müssen.

Dieses Dilemma kann auch über die Sexualität hinaus große Folgen nach sich ziehen. Beispielsweise die Fragen, ob man(n) verrückt ist oder ob der Partner einen jetzt nicht mehr als Menschen respektiert.
Insbesondere Personen, die in ihrem Umfeld oft mit – vielleicht sogar unabsichtlich – homophoben Sprüchen konfrontiert werden, trauen sich anschließend nicht, alle Karten offen auf den Tisch zu legen.

Kein Wunder, denn wer gibt schon freiwillig zu, dass er eine bestimmte Sache mag, wenn diese gerade von anderen durch den Kakao gezogen wurde…

Gründe für’s Fremdgehen Teil 9: Fremdgehen als Droge

Gewohnheitsmäßiges Fremdgehen wird von einigen Personen mit einer Drogensucht verglichen: “Habitual cheating is exactly like drug use.”
Alternativ könnte man es auch mit den Worten eines bekannten Chips-Herstellers zusammenfassen.

Der Hormonrausch, der beim Fremdgehen durch den Körper tobt und tatsächlich einen richtigen Flash hinterlässt, hat sich definitiv gewaschen. Manche Fremdgänger sind davon ähnlich angetan wie Bungeejumper und können gar nicht genug bekommen.
Logisch, dass sie im Laufe der Zeit immer größere Risiken auf sich nehmen und immer gewagtere Spielarten ausprobieren.

Schließlich gewöhnt man sich nach einer gewissen Zeit an einen bestimmten Kick, wodurch dieser nicht mehr ganz so scharf ausfällt. Einmal auf dem Feuer nachlegen, bitte!

Gründe für’s Fremdgehen Teil 10: Rache

Zu guter Letzt gibt es das Motiv der Rache und des Beweises der Unabhängigkeit. Der oder die Fremdgehende versucht, sich auf diese Weise für erlittenes Leid in der Partnerschaft schadlos zu halten.

Getreu dem Bibelmotto „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, wird also jeder Seitensprung mit einem anderen hochgerechnet.
Du kannst dir ja ausrechnen, wie befriedigend diese Art von Betthupferln im Nachhinein für viele Menschen sein dürfte. Trotzdem ist sie bis heute einer der beliebtesten Gründe für‘s Fremdgehen.

Fazit

“Gut” ist bei Argumenten und Gründen für’s Fremdgehen natürlich so eine Sache für sich.
Du kannst dir definitiv viel Ärger ersparen, wenn du dir mit deinem Partner eine gemeinsame Basis für den einen oder anderen “Ausflug” alleine oder zu zweit erarbeitest.
Allerdings sind viele Gründe für’s Fremdgehen bei näherer Betrachtung auch einfach nachvollziebar. Und das Nachdenken über sie eine gute Grundlage für eine noch bessere Partnerschaft, oder?

Kann das Zwei-Welten-Prinzip nicht nur das Problem auslösen, …

… sondern auch die Lösung sein?

Versuche doch einfach mal, das Gesagte nach dem “Zwei-Welten-Prinzip” zu sortieren. Vielleicht stimmen dann eure unausgesprochenen Bedürfnisse in mehr Punkten überein, als du und dein Partner es für möglich gehalten habt. In den divergierenden Punkten muss ein Kompromiss gefunden werden, der beide Seiten zufriedenstellt. Die Lösungsansätze können vielfältig sei – manchen Paaren hilft eine Therapie in der sie unter professioneller Anleitung wieder zueinander finden.

Aber auch zu zweit kannst du versuchen, die Krise, die durch das Fremdgehen an das Licht gekommen ist, als eine neue Chance zu betrachten. Vielleicht kannst du dadurch die fehlende Abwechslung durch Rollenspiele im Schlafzimmer und auch außerhalb wieder zurückholen.
Die mangelnde Aufmerksamkeit und die fehlende miteinander verbrachte Zeit kann in einem ausgedehnten Urlaub zu zweit oder einem verlängerten Wochenende in einem Hotel geheilt werden. Vielleicht könnt ihr auch eigene Partnerschaftsmodelle abseits der Traditionen und Konventionen erarbeiten, die euch beide gleichermaßen glücklich machen.

Auf lange Sicht bist du in Beziehungen immer auf Kompromisse angewiesen. Diese können aber nur ausgearbeitet werden, wenn du einen Einblick in die verborgene Welt des Partners hast und dich für diese interessiert.
Vergiss nicht, dass es oft Kleinigkeiten sind, die eine Beziehung stabil und krisenfest machen und potentiellem Fremdgehen vorbeugen: Frage am Abend, wie der Tag war. Lege dich gemeinsam mit deinem Partner ins Bett, selbst wenn du am nächsten Morgen ausschlafen kannst. Und höre genau hin – zwischen den einzelnen Worten scheint oft die Welt des anderen deutlich durch.

 

Modelbilder von supplier228224, supplier227106 und Dmitrii Kotin via Colourbox.com