fremdgehen beichten

Fremdgehen beichten – so sagst du es am besten!

Möglicherweise hast du einen Seitensprung bereits länger geplant und umgesetzt – und musst nun dein Fremdgehen beichten. Eventuell bist du in ihn aber auch spontan hineingerutscht. Auf alle Fälle überlegst du nun, was du aus der Situation machst.

Das Fremdgehen beichten – macht das überhaupt Sinn?

Grundsätzlich gilt hierbei wie bei anderen partnerschaftlichen Belangen auch: Schlafende Hunde zu wecken, macht eigentlich nur dann Sinn, wenn ansonsten die Hölle los wäre. Natürlich ist Fremdgehen kein Kavaliersdelikt.
Nichtsdestotrotz gibt es Partner, die in dieser Hinsicht sehr locker und tolerant sind. Und für die es eine deutlich größere Belastung wäre, davon zu wissen, als ansonsten munter und glücklich weiterzuleben. Andere Menschen hingegen bestehen auf aktive, direkte Ehrlichkeit. Sie möchten ihrem Partner nicht erst im Nachhinein von selbst auf die Schliche kommen müssen.

Zu welcher Gruppe dein Partner gehört …

und wie du dein Fremdgehen beichten solltest, steht also in einem direkten Zusammenhang. Optimalerweise führst du mit ihm bereits zu Beginn eurer Partnerschaft diesbezüglich ein offenes Gespräch – inklusive regelmäßigem Update.
So hast du einen prinzipiellen Eindruck, woran du mit ihm bist. Ebenfalls praktisch: Du kannst dir für den Fall der Fälle schon einmal einen gewissen Plan X bereitlegen.

Kein Gespräch zum Zuckerlecken

Denk‘ aber immer daran: Das Fremdgehen bedeutet für deinen Partner auf alle Fälle zunächst einen Vertrauensbruch. Insofern brauchst du nicht damit rechnen, dass dir ein fröhliches „Das macht doch gar nichts, Schatz. Möchtest du noch ein Croissant mit Marmelade oder lieber mit Honig?“, entgegen schallt.
Sofern alles gut geht, wird es ein sachliches, ernstes Gespräch. Es kann aber gut sein, dass Aufrichtigkeit mehr Sinn als Verschweigen macht. Und dass du und dein Partner als Paar aus diesem Gespräch gestärkt hervor gehen.

Warum willst du dein Fremdgehen beichten?

Hat es eher etwas mit deinem eigenen schlechten Gewissen nach dem Seitensprung oder dem Druck von außen zu tun? Hat vielleicht ein gemeinsamer Bekannter dein Poppen.de Profil entdeckt? Bedenke auf alle Fälle, dass es immer glücklicher ist, nicht aus einer Druck- oder Notsituation heraus agieren zu müssen. Ist dir dein Partner auf die Schliche gekommen, ist es für Aufrichtigkeit aus gefühlt freien Stücken fast zu spät. Dann darfst du dir nicht nur Fremdgeh-, sondern auch Unehrlichkeitsvorwürfe anhören – nicht ganz zu Unrecht.
Geht es eher um dein eigenes schlechtes Gewissen und deinem persönlichen Wunsch nach Aufrichtigkeit? Dann legt dir dein Partner diesen Umstand möglicherweise irgendwann sogar ansatzweise positiv aus. Es sei denn, er gehört zur Gruppe der Personen, die lieber nicht informiert werden will.

Was auch immer der konkrete Grund ist …

Versuch‘ es möglichst rücksichtsvoll und geduldig

Es ist definitiv nicht leicht, der Betrogene zu sein. Geschweige denn, dem anderen bei seiner Beichte keine Vorwürfe zu machen und nicht gekränkt zu reagieren.
Gib ihm lieber Zeit, sich aufzuregen und dir alles an den Kopf zu werfen, was ihm gerade durch seinen eigenen geht.
Insgesamt solltest du einen ruhigen Moment wählen, in dem du die volle Aufmerksamkeit deines Partners hast. In dem du weder eine große Euphorie zerstörst noch in ein anderes Problem hinein platzt und in dem du kurz anreißt, was eigentlich passiert ist.
Dabei helfen dir folgende Strategien:

Herunterspielen und Relativieren sind keine guten Ideen

Sprüche wie: „Das kann doch jedem ‘mal passieren“, oder „Du bist doch selbst schuld. Wenn du im Bett bestimmte Dinge mit mir gemacht hättest, hätte ich sie mir nicht woanders holen brauchen“, sind völlig fehl am Platz.
Der situativ Schwarze Peter liegt auf alle Fälle in deinem Feld: Nun ist es an dir, dazu zu stehen und die Verantwortung nicht jemand anderem in die Schuhe zu schieben.
Zwar kann es tatsächlich sein, dass dich jemand anderes unwiderstehlich angebaggert hat. Doch letztlich gehören immer zwei dazu. Also liegt es auch an dir, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Besser: Nach vorne sehen und gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeiten

Bei Bedarf solltest du deinem Partner erklären, was passiert ist – rechtfertigen macht jedoch wie gesagt wenig Sinn.
Stattdessen ist es eine Überlegung wert, ob du mit deinem Partner die Beziehung öffnest. Gerade, wenn dein Partner Verständnis zeigt und mit dem „Geständnis“ herausrückt, dass er selbst ein Solo-Abenteuer recht interessant findet. Dann hätte das Fremdgehen beichten sogar einen positiven Aspekt für euch beide.
Ansonsten bleibt dir nur, dir das Vertrauen deines Partners etappenweise wieder zurück zu erarbeiten. Was nicht immer ganz leicht ist. Aber wenn diese Arbeit deine Partnerschaft gestärkt zurücklässt, hat sie sich dennoch gelohnt.

Viel Glück – so oder so!

Modelbild von Colourbox.com